Mieten unter Nachbarn. Aber nicht auf gut Glück.
Jede Miete läuft nach denselben Regeln ab, und jede Regel steht hier: wer die andere Seite ist, wie das Geld fließt, was die Kaution tut, wie die Übergabe belegt wird und was passiert, wenn etwas kaputtgeht.
Vier Dinge, auf die du dich verlassen kannst
Kein Bargeld, keine anonymen Konten, keine Übergabe ohne Beleg — und keine Entscheidung über einen Schaden ohne Nachweise.
So funktioniert das im Einzelnen
Zehn Abschnitte, jeder mit dem Link zu der Stelle, an der es verbindlich steht.
Wer hier mietet und vermietet
Für Buchungen und Inserate brauchst du ein Konto mit bestätigter E-Mail-Adresse, als Anbieter zusätzlich mit bestätigter Mobilnummer. Anbieter richten ein eigenes Stripe-Konto ein, auf dem die Mieten eingehen — Stripe prüft dabei Identität und Bankkonto, und ein Inserat wird erst sichtbar, wenn dieses Konto Zahlungen annimmt. Mieter weisen sich ab einem Gesamtwert von 100 Euro einschließlich Kaution einmalig über Stripe aus.
Zahlung nur über die Plattform
Alle Zahlungen laufen über Stripe, nie in bar und nie an der Wohnungstür. Beim Absenden der Anfrage hinterlegst du deine Karte; belastet wird sie erst, wenn der Mietvertrag geschlossen ist — 48 Stunden vor Mietbeginn, bei kurzfristigen Mieten sofort. Die Miete geht direkt auf das Stripe-Konto des Anbieters; Leihnachbar hält kein Geld. Sagt der Anbieter nicht innerhalb von 24 Stunden zu, passiert nichts.
Die Kaution wird reserviert, nicht abgebucht
Legt der Anbieter eine Kaution fest, wird sie bei der Übergabe auf der Karte des Mieters nur reserviert. Nach einer einwandfreien Rückgabe wird die Reservierung sofort aufgehoben. Eingezogen wird nur, was der Mieter bei einer Schadensmeldung anerkennt oder was die Prüfung ergibt — der Rest wird freigegeben.
Übergabe mit Einmal-Code und Fotos
Die Übergabe findet persönlich statt, zu einem im Chat vereinbarten Termin. Sie kann erst bestätigt werden, wenn die Miete bezahlt und eine vereinbarte Kaution reserviert ist — mit einem Einmal-Code, den der Anbieter dem Mieter zeigt. Der Zustand des Geräts wird bei Übergabe und Rückgabe mit Fotos festgehalten; der Nachrichtenverlauf dient als Nachweis.
Deine Adresse bleibt privat
Auf dem Inserat steht das Viertel, nicht die Straße. Die genaue Adresse wird erst nach dem Vertragsschluss sichtbar, zusammen mit dem vereinbarten Termin. Hochgeladene Fotos werden beim Speichern neu kodiert, sodass keine Standortdaten aus der Kamera darin verbleiben. Kartendaten sieht nur Stripe.
Bewertungen auf beiden Seiten
Nach jeder Rückgabe bewerten Mieter und Anbieter einander. Die Bewertung des Anbieters steht an seinen Inseraten, und Bewertungen zählen: Der Aufschlag auf den Auszahlungsbetrag sinkt mit guten Bewertungen beider Seiten vom Basissatz 25 Prozent auf bis zu 20 Prozent, und zuverlässige Anbieter stehen in der Suche weiter oben.
Schäden werden mit Nachweisen geklärt
Der Anbieter meldet einen Schaden bei der Rücknahme mit Fotos und Betrag. Der Mieter kann innerhalb von fünf Kalendertagen Stellung nehmen und eigene Nachweise einreichen; Schweigen gilt nicht als Anerkenntnis. Erkennt er die Forderung an, wird der Betrag aus der reservierten Kaution eingezogen; sonst prüft Leihnachbar anhand der dokumentierten Nachweise. Die Miete selbst bleibt davon unberührt.
Was Leihnachbar nicht ist: eine Versicherung
Leihnachbar ist kein Versicherer und vermittelt derzeit keine Mietsachversicherung. Der Schutz besteht aus Kaution, Kontoprüfung, Identitätsprüfung ab 100 Euro, Foto- und Chatdokumentation und der Klärung von Kautionsansprüchen über die Plattform. Für hochwertige Geräte lohnt der Blick in die eigene Haftpflicht- oder Geräteversicherung.
Was nicht vermietet werden darf
Manche Dinge gehören nicht auf die Plattform: Fahrzeuge jeder Art, Drohnen, Kettensägen, Benzin-Generatoren, Gerüste, Medizinprodukte, Kindersitze, Waffen — und alles, woran kein Vermietungsrecht besteht. Die Liste ist öffentlich, und Inserate, die dagegen verstoßen, werden entfernt.
Etwas stimmt nicht? Melden.
Jedes Inserat lässt sich melden, auch ohne Konto — bei Verdacht auf ein verbotenes Gerät, Betrug oder falsche Angaben. Meldungen prüft Leihnachbar. Bei einer laufenden Buchung ist der Nachrichtenverlauf der Ort für alles, was später belegbar sein soll.
Genug gelesen?
Such dir ein Gerät in der Nähe oder stell eins ein — die Regeln sind für beide Seiten dieselben.